Videobearbeitungssoftware für Fortgeschrittene

Eigene Videos erstellen – Software für Fortgeschrittene

Setzt man sich näher mit der Videobearbeitung auseinander, ist es gut möglich, dass man schnell mit dem Windows Movie Maker an seine Grenzen stößt. Gerade bei umfangreicheren Projekten, ist es wahrscheinlich, dass man mit der Handhabung vom Movie Maker nicht mehr zufrieden ist. Wenn man sich weiter entwickeln will, ist es meiner Meinung nach unerlässlich sich ein geeignetes Programm zu kaufen. Gerade im Amateur-Bereich gibt es eine ganze Palette an Programmen, welche sich eignen. Ich persönlich habe mich hauptsächlich mit den Lösungen von Magix und Corel auseinandergesetzt. Die aktuellen Versionen sind dabei Magix Video Deluxe 2013 und Corel Videostudio Pro x5. Meiner Erfahrung nach ist das Produkt von Magix ein wenig umfassender, dafür aber auch teurer, im Vergleich zur Corel Alternative. Es existieren auch durchaus noch andere Programme, welche den gehobenen Anforderungen standhalten. In diesem Zusammenhang sei nur kurz Camtasia erwähnt, ein Programm welches über den eigentlichen Aufgabenbereich, der Bildschirmaufnahme, weit hinausgeht.

Es bietet sich durchaus an, sich vorab die Testversionen der einzelnen Programme herunterzuladen und zu prüfen. Ich für meinen Teil hatte zu aller erst mit dem Produkt von Magix begonnen zu arbeiten. Erst später im Rahmen meines Studiums hatte ich die Möglichkeit andere Alternativen zu testen. Und auch wenn Corel Videostudio Pro x nicht den gleichen Umfang wie Magix bieten konnte, empfand ich die Handhabung doch als angenehmer. Schlussendlich hatte ich mich auch für das Programm von Corel entschieden. Es wurde meinen Anforderungen gerecht. Zudem ist das Programm sehr simpel und Benutzerfreundlich aufgebaut. Dies war mir damals wesentlich wichtiger als der reine Umfang meines Programms. Aus diesem Grund möchte ich auch auf die aktuelle Version eingehen, um euch einen kurzen Einblick zu geben.

Corel Videostudio Pro x5

Betrachtet man den Screenshot, fällt gleich der Unterschied zum Windows Movie Maker auf. Die Timeline befindet sich nicht mehr seitlich, sondern so wie bei den meisten Programmen im unteren Teil des Bildschirms. Auf der linken Seite befindet sich der Screen, auf welchem wir unsere aktuellen Projekte, Effekte oder Einstellungsänderungen betrachten können. Rechts daneben sind die einzelnen Untermenüs für die verschiedenen Gestaltungselemente. Im oberen Bereich finden wir das das Hauptmenü.Start bei cvpx5 Besonders angenehm fällt einem auf, dass das Programm einen von Anfang an, an die Hand nimmt. Mit dem drei-Schritte System, werden einem nur die Optionen angezeigt welche für den jeweiligen Bereich wirklich interessant und wichtig sind. So startet man bei einem neuen Projekt bei Punkt 1 „Aufnahme“.M an wird nach dem Speicherort der zu bearbeitenden Datei gefragt, bzw. ist es auch möglich direkt von einer Kamera oder dem Bildschirm aufzunehmen. Und die Bilder im Anschluss zu bearbeiten. Die gewählte Datei wird automatisch auf die erste Spur gelegt. Anschließend geht es mit Schritt 2 weiter,der „Bearbeitung“. Dies ist logischer Weise bei weitem der umfangreichste übersicht der effekteBereich des ganzen Programms. Die Funktionen als solche, sind meiner Meinung nach nicht wesentlich andere, als bei vergleichbaren Programmen. Aber die Nutzerfreundlichkeit, gerade in Hinblick auf die Bedienbarkeit für Einsteiger, macht für mich den Unterschied. Durch die Anordnung der einzelnen Bearbeitungsbereiche, gibt das Programm eine gute Arbeitsstruktur vor, so dass sich auch Neueinsteiger gut in dem Programm zu Recht finden. So startet man Beispielsweise mit dem Einfügen der einzelnen zu bearbeitenden Dateien und passt die Reihenfolge und Länge an. Durch einen einfachen Rechtsklick auf den jeweiligen Clip,ausgabe ist es möglich die Audio- und Videospur zu trennen und so störende Hintergrundgeräusche separat zu bearbeiten oder auch zu löschen. Anschließend hat man die Möglichkeit zwischen verschiedenen Blenden zu wählen und diese über die betreffenden Clips zu ziehen, wobei jede Blende noch weiter angepasst werden kann. In Schritt 3 werden Titel und Abspann festgelegt und bei Bedarf können einzelnen Schriften in den Clip eingefügt werden. An dieser Stelle ist der Großteil der Arbeit schon geschehen. Anschließend kann man noch verschiedene Effekte nutzen. So kann Beispielsweise ein einfachen s/w-Filter über die Bilder gelegt werden. Es stehen auch umfangreichere Effekte zur Verfügung, welche zum Beispiel die Körnung des Bildes verändern. Jeder einzelne Effekt kann bei Bedarf selbst verändert und angepasst werden. Zum Schluss wird noch die passende Musik eingefügt und mit einem Kommentar versehen und schon kann das Video ausgegeben werden. Interessant ist, dass es für jede einzelne Bearbeitung, eine eigene Spur gibt. So kann man nicht durcheinander kommen und behält zu jedem Zeitpunkt die Übersicht in seinem Video. Im letzten Schritt der „Ausgabe“ legt man fest welchem Zweck das erstellte Video dient. Je nach Verwendungsgebiet, werden passende Einstellungen empfohlen. Das Projekt kann unter anderem direkt ins Internet geladen werden, aber auch für mobile Geräte oder den Gebrauch auf dem PC optimiert werden. Je nach dem wofür ihr Video gedacht ist. Abhängig von dem Umfang ihres Videos, nimmt das Rendern durchaus einige Zeit in Anspruch. Jedoch haben sie anschließend, ohne allzu großen Aufwand, ein eigenes Video erstellt.

Besonders bemerkenswert finde ich, dass dieses Programm so vielen Ansprüchen gerecht wird. Der Einsteiger hat die Möglichkeit sich am Programminternen Leitfaden „entlang zu hangeln“. Wohingegen der Erfahrenere ganz einfach anspruchsvollere Animationen erstellen kann. Sicherlich ist Corel Videostudio Pro x keine vollwertige Profisoftware. Jedoch bietet sie für die Heimanwendung das nötige Rüstzeug und noch eine ganze Ecke mehr. Und mit einem Preis von ca. 70,-€ ist die aktuelle Version auch durchaus erschwinglich.