Software-Vorstellung

Windows Movie Maker

Hobbymäsßig setze ich mich schon seit längerem mit verschiedenen Videobearbeitungstools auseinander. Nun hab ich mir gedacht, wäre es doch vielleicht für den ein oder anderen gar nicht uninteressant mehr über die unterschiedlichen Programme zu erfahren. Nun habe ich bei weitem nicht, mit jedem Programm gearbeitet, aber die welche ich kenne werde ich euch jetzt in nächster Zeit nach und nach vorstellen. Passend dazu werde ich euch auch andere Programme nennen, welche meine Videoarbeit ergänzen. Vor allem wird es sich bei diesen um Programme handeln, mit welchen man die Formate anpassen kann, den Ton verbessern oder umwandeln kann.

Das erste Programm welches ich vorstellen möchte ist, meiner Meinung nach, das wahrscheinlich essentiellste aller Videobearbeitungsprogramme. Der Windows Movie Maker. Aufgrund der hohen Verbreitung von Windows, hat nahezu jeder PC Besitzer dieses Programm auf dem heimischen Rechner vorinstalliert. Somit ist auf jeden Fall schon einmal der Grundstein gelegt, dass „jeder“ Videos bearbeiten kann, ohne verhältnismäßig teure Software zu kaufen.
Wenn wir jetzt davon ausgehen das ihr gerade von einem Urlaub mit euren Freunden, eurer Familie oder eurer Freundin zurückgekommen seid. Dann habt ihr sicher alle Videos oder Fotos von den Erlebnissen mitgebracht und wollt diese natürlich auch allen anderen eurer Bekannten zeigen. Da ist es doch viel schöner diese Andenken in Form eines Videos zu präsentieren, anstatt dem einfachen vorlegen der Bilder und Clips. Das Schöne an den aktuellen Programmen ist, dass sie mit einer Vielzahl von Dateiformaten arbeiten können, so erspart ihr euch schon das ewige hin und her konvertieren von Dateien. Der Movie Maker kann so zum Beispiel mit Videoformaten wie dem: *avi., *mpeg., *wmv., *flv., *mp4., *mts., oder Bildformaten wie *jpg., *png., *bmp., oder *gif. umgehen. Mit diesen und noch einigen mehr deckt der Movie Maker die gängigsten und wichtigsten Formte ab. Sobald ihr herausgefunden habt ob euer Format unterstützt wird kann es auch schon losgehen. Legt euch die Dateien, welche ihr verarbeiten wollt am besten in einem Zentralen Ordner auf dem Desktop zurecht. So das ihr ohne Umstände jederzeit wieder darauf zugreifen könnt.

Öffnet den Movie Maker. Verschafft euch zu Beginn erst einmal einen groben Überblick über die einzelnen Schaltflächen und den Aufbau des Programms. Am besten ihr geht langsam mit dem Cursor über die Flächen und lasst euch anzeigen was diese für eine Funktion haben. Nach dem ersten Eindruck könnt ihr auch beginnen eure Dateien in das Projekt zu laden. Arbeitet euch am besten Stück für Stück voran und ladet nicht alles auf einmal, so behaltet ihr auch die Übersicht über das Projekt. Um Fotos oder Videos hinzuzufügen wählt ihr die Schaltfläche „Videos und Fotos“ hinzufügen,

sucht euren Ordner und wählt eure Startdatei. Auf der linken Seite seht ihr einen Bildschirm auf welchem ihr die ganze Zeit euer Projekt abspielen könnt. Rechts hingegen seht ihr die einzelnen Elemente aus welchem euer Video zusammengesetzt ist. Ich nehme jetzt an das es ein Video ist. Oft ist nicht das gesamte Video interessant, sondern nur ein bestimmter Ausschnitt. Um das Video möglichst spannend zu halten und auch die Datenmenge am Ende zu reduzieren solltet ihr alles Überflüssige wegschneiden. Wählt dazu den im oberen Bereich angezeigten 7. Reiter „Bearbeiten“. Ihr habt jetzt entweder die Möglichkeit über das „Zuschneidewerkzeug“ euren Start und Endpunkt neu festzulegen.

Dies bietet sich meiner Meinung nach vor allem an, wenn es genau einen zusammenhängenden Bereich im Video gibt welcher interessant ist und gezeigt werden soll. Oder aber ihr könnt auch das „Teilen-“Werkzeug, links daneben, wählen. So könnt ihr euer Video an der gewählten Stelle teilen und das Überflüssige löschen. Gehen wir davon aus ihr habt jetzt genau den Teil des Videos, welchen ihr zeigen wollt, fügt ihr als nächstes das nächste Element ein. Wählt das zweite Element auf der linken Seite aus und schneidet es wieder passend zu. Da zwischen den beiden Elementen nun ein harter Schnitt ist, ist es eine gute Idee einen von den vorgegebenen „Übergängen“ zu wählen. Durch diese „Übergänge“ wirkt das ganze Video insgesamt flüssiger. Wählt den oberen dritten Reiter „Animationen“, und klickt auf euer zweites Element um die „Übergänge“ angezeigt zu bekommen.

Wählt den Übergang aus, welcher euch am besten gefällt und am ehesten zum Thema passt. Und schon habt ihr einen einfachen Übergang eingefügt. Als nächstes müsst ihr euch überlegen ob ihr eigene Musik unter euren Clip legen wollt, oder ob der original Sound beibehalten wird. Soll ein eigenes Musikstück unterlegt werden solltet ihr den originalen Sound ausblenden, um Irritationen zu vermeiden. Dafür wählt ihr das gewünschte Element aus und wählt unter dem „Bearbeiten-“Reiter die Schaltfläche „Videolautstärke“. Schaltet den Regler auf die niedrigste Stufe, dann habt ihr den Ton eures Videos quasi entfernt.

Fügt nun über die Schaltfläche „Musik hinzufügen“ euren Wunschtitel ein. Dieser erscheint als Balken über euren Videoelementen und kann über den 8. Reiter „Optionen“ bearbeitet werden. Passt den Start- und Endpunkt eures Titels passend zu eurer Videolänge.

Natürlich ist es auch möglich mehrere Titel einzufügen und diese quasi überlappen lassen. Wählt dafür bei eurem ersten Titel eine „Ausblende-“Geschwindigkeit und passt bei dem zweiten Titel die „Einblende-“Geschwindigkeit dementsprechend an.

Auf diese Art und Weise fügt ihr all eure Elemente zusammen. Wenn ihr mit dem Ergebnis zufrieden seid, habt ihr noch die Möglichkeit über den vierten Reiter „Visuelle Effekte“ euren Bildern oder Videos das besondere Etwas zu verleihen. Wählt das gewünschte Element aus und wendet einen Effekt an, dieser wird automatisch angewendet. Aber meiner Meinung nach ist auch in diesem Fall oft weniger mehr.

Als letzten Schritt habt ihr nun noch die Möglichkeit einen Titel und ein Abspann hinzuzufügen. Über den Reiter „Startseite“ könnt ihr diese über die jeweiligen Schaltflächen in der Mitte einfügen. Automatisch werden der Titel an den Anfang und der Abspann an das Ende eures Videos gelegt. Fügt euren Text ein, wählt eine Animation und fertig ist eurer Video. Zum Abschluss ist es wichtig euer Werk noch einmal in voller Länge anzusehen umso mögliche Fehler ausfindig zu machen.

Speichert euer „Projekt“ nun unter dem ersten Reiter, falls ihr im Nachhinein noch etwas ändern wollt. So müsst ihr nicht noch einmal von vorne beginnen. Anschließend speichert ihr euren „Film“, je nach dem welchen Zweck ihr wählt optimiert der Movie Maker euer Video allein. Der Movie Maker gibt die Videos standardmäßig im *wmv. Format aus. Dieses Format wird von nahezu allen Videoplayern erkannt, lediglich mit DVD-Playern könnte es Probleme geben. Aber darum kümmern wir uns beim nächsten Mal.
Viel Erfolg und vor allem viel Spaß beim Erstellen eures ersten Videos mit dem Windows Movie Maker.