Freeware Alternative zu Photoshop

GIMP – Bilbearbeitung auch für Einsteiger

Ich habe euch in letzter Zeit ein paar Programme vorgestellt, welche euch beim Erstellen eurer eigenen Videos helfen sollten. Im Allgemeinen habe ich dabei nicht darauf geachtet, dass die von mir vorgestellten Programme die Besten ihres Fachs sind sondern, dass es sich dabei um Freeware handelt und der Funktionsumfang angemessen ist. Angefangen hatte ich mit dem Windows Movie Maker, als Grundlage zur Videobearbeitung. Anschließend haben wir das Free-Studio-Converter Paket kennen gelernt, welches ich als gute Toolsammlung kennengelernt habe, welche einem doch immer mal wieder helfen kann. Für eure Postproduktion im Audiobereich habe ich euch Audacity vorgestellt. Um diesem roten Faden weiter zu folgen, werde ich heute ein Freeware Bildbearbeitungsprogramm vorstellen, welches es locker mit so manchem kostenpflichtigen Programm aufnehmen kann.

Ihr wollt in euer Video einzelne Bilder mit einbauen? Möglicherweise wenn ihr eine Diashow erstellt, oder vielleicht auch bei einer „Bild in Bild“ Bearbeitung. Ihr mögt „Stop-Motion“ Videos, müsst aber dazu einzelne Bilder nachbearbeiten? Dann hab ich jetzt eine kostenlose Alternative zu Photoshop für euch.

Dabei handelt es sich um „GIMP“ (GNU Image Manipulation Programm), das Freeware-Tool lässt sich auch wieder bequem bei chip herunterladen und ist dort nicht ohne Grund auf Platz eins der Downloadcharts. GIMP in seiner aktuellen Version kommt mit den verschiedensten, professionellen Bearbeitungsfunktionen für eure Bilder. War der Bildschirmaufbau bei älteren GIMP-Versionen noch ein wenig konfus gewesen, so passt er sich jetzt dem in Windows gewohnten Design an. Auch wenn GIMP es im Allgemeinen, meiner Meinung nach, nicht mit Photoshop mithalten kann, so kann es jedoch einige Arbeiten genauso gut übernehmen. Und auch optisch hat sich GIMP am „großen Vorbild“ orientiert und weiter angepasst.

Umfangreiche Ausstattung

GIMP bietet seinen Nutzern eine grundlegende Auswahl an Auswahl- und Montagetechniken. Es stehen verschiedene Retuschier- und Bildkorrektur-Funktionen zu Verfügung. Bilder können zu und ausgeschnitten, beschriftet oder komplett neu montiert werden.

Die Ebenen-Funktion:

All diejenigen die schon einmal mit Photoshop gearbeitet haben, kennen die Ebenen-Funktion und wissen auch welche Möglichkeiten diese einem bieten. Auch in GIMP kann man mit einer guten Ebenen-Technik arbeiten. Man hat die Möglichkeit die einzelnen Ebenen voneinander unabhängig zu bearbeiten, zu verschieben, zu skalieren und auch deren Rheinfolge im Ebenen-Stapel zu ändern. Ähnlich wie in Photshop stehen dem Nutzer verschiedenen Ebene-Stile zur Verfügung, diese können interessante Wechselwirkungen der einzelnen ebenen hervorrufen. Durch das ein- und ausblenden von bestimmten Ebenen kann die Übersichtlichkeit in der Datei erhöht werden.
BeispielanzeigeDie Farbkorrektur:

Die Farb- bzw. Kontrastkorrektur ist einer der wichtigsten Aufgaben. Auch in diesem Bereich kann GIMP auf ein großes Arsenal von Funktionen zurückgreifen. So können Fehlbelichtungen oder „falsche Farben“ durch Funktionen wie dem Farbabgleich, der Gradationskurve, der Farbton- / Sättigung-Einstellungen oder der Veränderung von Helligkeit und Kontrast behoben werden.

Zudem bietet GIMP verschiedene vorinstallierte Filter, mit denen schnell Effekte auf die Bilder gelegt werden können. Diese Effekte und andere Funktionen sind ähnlich wie bei Photoshop durch Plug-Ins erweiterbar. So können auch ganz einfach thematisch passende Pinselvorlagen heruntergeladen und sofort verwendet werden.

Umfangreiches Einsteigertool

Sicherlich ist es gerade zum Anfang nicht einfach sich in dieses Umfangreiche Programm einzuarbeiten, jedoch bietet es vielerlei Möglichkeiten und eignet sich gut als Ergänzung in unserem „Freeware-Portfolio“. Für Einsteiger, gibt es eigens ein GIMP-Tutorial-Forum, um die gängigsten Funktionen zu erlernen.
Mit GIMP haben wir ein vollwertiges, kostenloses Bildbearbeitungsprogram auf unserem PC. In Verbindung mit den anderen Programmen (MM, FS, AC) haben wir so die Möglichkeit unsere Videos umfangreich zu gestalten. Und das alles ganz ohne auch nur ein Programm teuer zu kaufen. Gerade für Einsteiger bietet sich diese Möglichkeit an, um zu Beginn ein wenig zu üben und sich auszuprobieren. Bevor man ein ganzen Haufen Geld in gute Software steckt und kurz danach merkt, dass einem diese Arbeit doch keinen Spaß macht.